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Stiftung „Forschung hilft“: Über 100.000 Euro für Krebsforschungsprojekte der Würzburger Universitätsmedizin

Bei einer Benefizgala am 3. November dieses Jahres gab die Stiftung zur Förderung der Krebsforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg die ersten sieben wissenschaftlichen Projekte bekannt, die zusammen eine Unterstützung von über 100.000 Euro erhalten.

Der Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ gründete Ende vergangenen Jahres unter dem Gruppenbild_Förderpreisgala 1Namen „Forschung hilft“ eine Stiftung zur Förderung der Krebsforschung an der Würzburger Universität. Im Rahmen der Benefizgala „Was Spenden & Stiften alles kann“ am 3. November 2018 konnten die ersten 100.000 Euro als Förderpreise an insgesamt sieben neuartige, in Würzburg entwickelte onkologische Behandlungsansätze ausgeschüttet werden.

Drei Mal 20.000 Euro für aussichtsreiche Projekte

Jeweils 20.000 Euro erhielten drei Arbeitsgruppen. Unter diesen forschen Dr. Giacomo Cossa und Prof. Dr. Martin Eilers, beide vom Lehrstuhl für Biochemie und Molekularbiologie der Uni Würzburg, an Medikamenten, die fehlerhafte Proteine im Zellkern angreifen. Diese Proteine sind bei vielen Krebsarten die Ursache dafür, dass die Zellen entarten.

Die Forschergruppe um Dr. Michael Hudecek und Dr. Thomas Nerreter, beide von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW), hat über spezielle T-Zellen einen Weg gefunden, dass sich das körpereigene Immunsystem gegen Tumorzellen wenden kann.

Das Multiple Myelom, eine bösartige Krebserkrankung des Knochenmarks, kann Resistenzen gegen Medikamente entwickeln. Die dritten 20.000 Euro gingen an Dr. Martin Kortüm von der Medizinischen Klinik II des UKW, der dem zugrundeliegenden Mechanismus auf der Spur ist.

Jeweils 10.000 Euro für vier weitere Forschungsvorhaben

Weitere vier Erfolg versprechende Projekte erhielten jeweils 10.000 Euro. So wollen Dr. Carsten Hagemann und Dr. Mario Löhr, beide von der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik des UKW, mit feinen Bläschen Chemotherapeutika zu Hirntumoren transportieren, um diese lokal begrenzt zu behandeln, während Prof. Dr. Andreas Beilhack und Prof. Dr. Harald Wajant, beide von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW, Wege suchen, die körpereigene Immunabwehr von Krebspatienten zu reaktivieren. Prof. Dr. Volker Kunzmann von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II arbeitet daran, die Heilungschancen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zu verbessern und Prof. Dr. Achim Wöckel von der Würzburger Universitätsfrauenklinik setzt sich für eine bessere Versorgung bei Brustkrebs ein.

Teils emotionale, teils fröhliche Benefizgala

Die Förderpreisübergabe war eingebettet in eine teils bewegende, teils fröhlich-optimistische Benefizgala mit mehr als 200 geladenen Gästen. So wurden die drei Hauptpreise von drei jungen Frauen überreicht, die mit dem Thema Krebs in jeweils höchst persönlicher Verbindung stehen: als geheilte Brustkrebspatientin, als Brustkrebspatientin in aktueller Behandlung und als Schwester eines an Krebs Verstorbenen. Weitere Preisübergaben übernahmen bekannte Handballer der Rimpar Wölfe, die die Stiftung „Forschung hilft“ schon seit längerem unterstützen.

Nach dem offiziellen Part lockerte der Nürnberger Kabarettist Dr. Oliver Tissot die nachdenkliche Stimmung des Publikums mit seiner Wortakrobatik wieder auf. Dabei schaffte er es, dem ernsten Thema Krebs gleichzeitig mit Respekt und Humor entgegenzutreten. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das „Trio Clarino“ mit Stücken namhafter Komponisten aus der Swing-Ära.

Unter dem Strich über 12.000 Euro für weitere Förderungen gesammelt

Bei dem vom Team des Wöllrieder Hofs kulinarisch abgerundeten Abend kamen durch Spenden spontan 10.365 Euro für zukünftige Förderungen zusammen, die im Nachgang nochmals um weitere 2.200 Euro ergänzt wurden.

Bildunterschrift: Am Ende der Benefizgala waren durch Spenden 10.365 Euro für zukünftige Förderungen der Würzburger Krebsforschung zusammengekommen. Das Bild zeigt die geehrten Forscher gemeinsam mit sonstigen Akteuren und Organisatoren des Abends.

Foto: Angelika Cronauer

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