Stadtmagazin für den Würzburger Nordosten


Hinterlasse einen Kommentar

EINLADUNG des SPD Ortsvereins Würzburg Nord

Lindleinsmühle – Mit seinen vergleichsweise günstigen Mieten, einer gut ausgebauten SPDInfrastruktur und einer dennoch ruhigen Lage ist die Lindleinsmühle ein lebenswerter Stadtteil. Gerade junge Familien sowie die jahrzehntelangen Bewohner schätzen die Vorzüge. Aber gibt es auch Schwierigkeiten? Was könnte besser sein?

Bei einem Frühstück auf der Wiese bei der Bushaltestelle Bayernstraße, zu dem der SPD-Ortsverein Würzburg Nord einlädt, ist der Landtagsabgeordneten Georg Rosenthal, früherer Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, zu Gast: „Wir wollen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Lindleinsmühle ins Gespräch kommen und wissen, wo der Schuh drückt“, erklärt Jutta Henzler, Vorstandsmitglied im Ortsverein und ortsansässige Stadträtin, den Hintergrund der Aktion.

Wann? Samstag, 30. Juni, 10 bis 12 Uhr
Wo? Auf der Wiese bei der Bushaltestelle Bayernstraße

Rosenthal kandidiert am 14. Oktober wieder für den Landtag. Er setzt sich ein für:
– Bezahlbare Wohnungen für alle in Würzburg und Unterfranken
– Eine moderne und gerechte Bildungs- und Familienpolitik
– Eine Mobilitätswende in Unterfranken: für eine Neuorganisation des Individualverkehrs und des ÖPNV
– Bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Eigeninitiative aus Mwanza – höchst belohnt von Rotary Residenz

Unterdürrbach – Schon zum zweiten Mal hat Obadia Kalumbete (42) den weiten Weg aus Mwanza, Würzburgs Partnerstadt am Viktoriasee, auf eigene Initiative zurückgelegt: Mit image3einem Stand hat der Sonderschullehrer am Basar des Africa Festivals teilgenommen, um die Produkte der Behindertenwerkstätte Tunaweza zu verkaufen und Kontakte zu Sponsoren zu knüpfen. Der Würzburger M.W.A.N.Z.A.  e.V. gehört dazu. „Dieses Jahr hatten wir ideales Wetter und trafen viele Menschen, die bei uns kauften oder sich nach unserem Projekt erkundigten“, so der Leiter von Tunaweza.

Der Vorsitzende des M.W.A.N.Z.A.  e.V. Michael Stolz begründet, warum der Verein sich engagiert: „Schon seit 2009 begleiten wir die Initiative, die als eine Art Berufsschule für junge Menschen mit Behinderten fungiert. Sie ist die einzige ihrer Art in Mwanza.“ Deshalb finanziert er auch mit Fördergeldern des Entwicklungshilfeministeriums den Neubau der Behindertenwerkstätte. 75% der Projektkosten von 130.000,00 € kommen vom Ministerium; ein Viertel sind vom M.W.A.N.Z.A.  e.V. und von Tunaweza selber aufzubringen. Das bislang genutzte, gemietete Haus war zu klein und konnte bloß einen Teil des Bedarfs befriedigen.

Obadia Kalumbete stellte nun sein Projekt auch beim Rotary Club Würzburg Residenz vor und fand Unterstützung. Club-Mitglied Norbert Klaes führt aus, warum Rotary 5000,00 € dazu beisteuert: „Wir möchten durch die Finanzierung der Nähwerkstätte mithelfen, dass die Lebenschancen für Jugendliche mit Behinderung in Würzburg und in der Partnerstadt sich annähern.“

Während des Besuchs gab es auch ein Treffen mit dem Projektverantwortlichen des M.W.A.N.Z.A.  e.V., Rainer Beckmann. Der Baufortschritt wurde begutachtet und die Abrechnungsmodalitäten erläutert, um deutsche Bürokratie und afrikanische Baupraxis zusammenzubringen. „Wir liegen gut in der Zeit. Bis jetzt läuft alles so, dass wir bis Anfang nächsten Jahres fertig sind“, so Beckmann.

Foto: MWANZA e.V.
Bildunterschrift: Helmut Stahl, 2. Vorsitzender des MWANZA eV, selber Architekt, mit dem Tunaweza-Team und Arbeitern auf der Baustelle.


Hinterlasse einen Kommentar

Würzburger Zahnunfallzentrum: Preiswürdiges Verfahren hilft, Zähne mit „verkalkten“ Nerven zu retten

Grombühl – Mitarbeiter des Zahnunfallzentrums des Uniklinikums Würzburg Krastl_Krugentwickelten in Kooperation mit dem Zahnunfallzentrum Basel (Schweiz) ein neues Verfahren zur schablonengestützten Navigation bei der Wurzelkanalbehandlung „verkalkter“ Zähne. Dem Journal of Endodontics, dem offiziellen Fachorgan der American Association of Endodontists, war dies den Jahresbestpreis in der Kategorie „Grundlagenforschung: Technologie“ wert.

Nach einem Zahnunfall kann der betroffene Zahn mit einer „Verkalkung“ des Nervs reagieren. Dann ist die Behandlung selbst durch Experten und mit Operationsmikroskop schwer. „Guided Endodontics“, ein neues Verfahren, entwickelt am Zahnunfallzentrum des Uniklinikums Würzburg (UKW) in Zusammenarbeit mit dem Zahnunfallzentrum Basel (Schweiz), kann die Therapie wesentlich erleichtern. Im Idealfall hilft die neue Methode, den geschädigten Zahn zu retten. Denn wenn dessen Wurzelkanal nicht erschlossen werden kann, muss der Zahn oftmals entfernt werden.

Arbeiten mit 3D-Daten und Bohrschablone

Bei Guided Endodontics wird im Vorfeld der Behandlung eine dreidimensionale Röntgenschichtaufnahme der Zahnregion sowie ein optischer Scan der Zähne erstellt. Die 3D-Daten werden im Computer übereinander gelagert und dienen als Grundlage für die virtuelle Planung einer Bohrschablone. Diese wird in einem 3D-Drucker mit hoher Präzision erstellt. „Mithilfe der Bohrschablone können wir den verkalkten Wurzelkanal in kurzer Zeit und unter maximaler Schonung der Zahnhartsubstanz erschließen“, schildert Prof. Dr. Gabriel Krastl. Der Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKW ist einer der maßgeblichen Köpfe hinter dem neuen Verfahren. Mittlerweile wurde das Verfahren weiter miniaturisiert (Microguided Endodontics), um den Substanzverlust bei der Behandlung weiter reduzieren zu können.

Zur Präzision der (Micro)guided Endodontics-Technik liegen bereits Daten von drei in-vitro Untersuchungen vor und auch die Umsetzung am Patienten ist bereits mehrfach gelungen.

Bereits die dritte Auszeichnung

Die wissenschaftliche Publikation zum Verfahren wurde im April 2018 mit dem Jahresbestpreis in der Kategorie „Grundlagenforschung: Technologie“ des Journal of Endodontics, dem offiziellen Fachorgan der American Association of Endodontists, geehrt. Dies ist bereits die dritte Auszeichnung für die Innovation, die im Jahr 2015 den Hochschulpreis Endodontie der deutschen Fachzeitschrift Endodontie und in 2016 den Dental Innovation Award der Stiftung Innovative Zahnmedizin (Hamburg) erhielt.

Die dahinterstehende Publikation:

Connert T, Zehnder MS, Weiger R, Kuhl S, Krastl G. Microguided Endodontics: Accuracy of a Miniaturized Technique for Apically Extended Access Cavity Preparation in Anterior Teeth. J Endod 2017;43(5):787-790.

Bildunterschrift:  Prof. Dr. Gabriel Krastl, der Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des Uniklinikums Würzburg (links), und Oberarzt Dr. Ralf Krug bei der Planung eines Guided-Endodontics-Falls.

Bild: Zahnunfallzentrum / Uniklinikum Würzburg