Stadtmagazin für den Würzburger Nordosten


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Erste Baumaßnahme im Rahmen frühzeitiger Bürgeranhörung und –information beendet

Dürrbachtal – 2013 beschloss der Würzburger Stadtrat, Bürger und Anlieger frühzeitig bei Straßenbaumaßnahmen, die Erschließungs- und Straßenausbaubeiträge zur Folge haben, zu informieren und anzuhören.
0817 Unterdürrbacher StraßeDie erste Baumaßnahme, die nach dem damit festgeschriebenen 20-Punkte-Katalog durchgeführt wurde, ist die Erneuerung des Teilstücks der Unterdürrbacher Straße, das parallel zum Dürrbachtal verläuft. Anliegerinformationsveranstaltungen in 2013 und 2014, Planungsskizzen für die Anlieger, Einarbeiten von deren Vorschlägen und Wünschen, Informieren der Eigentümer über die beitragsrechtlichen Grundlagen und voraussichtliche Kostenbeteiligung, und und und: In vier Jahren zog das städtische Baureferat, Fachabteilung Tiefbau, gemeinsam mit dem Entwässerungsbetrieb die gesamte Maßnahme vom ersten Kontakt zu den Anliegern bis zur Fertigstellung zielgerichtet und bürgernah durch.
Nun ist die Straßenführung deutlich entschärft, die Abbiegeverhältnisse sind klar, der Kanal ist erneuert und aus der Durchgangsstraße, die zuvor manche Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit durchrasten, wurde eine verkehrsberuhigte Spielstraße.

Auf und unter der Straße

„Wir haben uns eingebracht und Wünsche geäußert“, berichten Peter Keller und Thomas Ort, Vertreter der Interessengemeinschaft Unterdürrbacher Straße. Ab 2013 wurde geplant und ausgearbeitet. Auch während der Bauausführung war der Kontakt rege und konstruktiv. Obwohl die Baustelle nicht einfach war: Für den Straßenneubau wurden allein über 7.500 m³ Erdmassen bewegt, dies entspricht dem Rauminhalt von über 73 40-Tonner-Sattelzügen. In 27 Monaten Bauzeit wurden in neun Bauabschnitten etwa 8.000 m² Asphalt- und 2.500 m² Pflasterflächen hergestellt. Die Straßenbeleuchtung mit 29 Laternen sowie vier neue Bushaltestellen wurden erneuert. Noch im Herbst 2017 werden zehn neue Bäume gesetzt und die an die Straße angrenzenden Böschungsflächen bepflanzt.

Gleichzeitig mit der Straßenbaumaßnahme hat der Entwässerungsbetrieb das öffentliche Kanalnetz in Teilabschnitten saniert oder erneuert. Regenwasserkanäle wurden auf einer Länge von etwa 700 Metern neuverlegt, der Schmutzwasserkanal auf einer Länge von 590 Metern erneuert und 43 Schachtbauwerke neu hergestellt. Insgesamt waren 1.290 Meter Kanal zu erneuern oder zu sanieren, außerdem 470 Meter Hausanschlussleitungen. Im Bereich der Volksschule Dürrbachtal fließt das Regenwasser in den Dürrbach. Die vorhandene Kanalisation hatte in großen Teilen aus den 1960er- und 1970er-Jahren gestammt, Kanalbefahrungen hatten den Bedarf der Sanierung und Erneuerung in größerem Umfang angezeigt. Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme belaufen sich auf etwa 2,4 Millionen Euro.

„Es gab eine gute und positive Zusammenarbeit“, fasst Stadtbaurat Professor Christian Baumgart zusammen. Diese gute Zusammenarbeit, das Ende der Bauarbeiten und die gelungene Erneuerung wollen die Anlieger mit einem Straßenfest in ihrer neu verkehrsberuhigten Spielstraße feiern.

BU: Zufriedene Gesichter am Ende einer durchweg positiv verlaufenen Baustelle mit intensiver Anliegerbeteiligung: v.li. Ingo Wallrapp (Entwässerungsbetrieb), Jörg Roth (Leitender Baudirektor Fachabteilung Tiefbau), Stadtbaurat Professor Christian Baumgart, Violetta Neumann (Fachabteilung Tiefbau / Straßenbau), Thomas Ort und Peter Keller (Interessengemeinschaft Unterdürrbacher Straße). Foto: Claudia Lother

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Energiemanagement des Uniklinikums Würzburg jetzt nach ISO 50001 zertifiziert

Grombühl – Das Energiemanagement des Uniklinikums Würzburg wurde im Mai dieses Jahres erfolgreich nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Damit schafft das unterfränkische EnergiemanagementteamKrankenhaus der Maximalversorgung die Grundlagen für einen noch ökologischeren und noch wirtschaftlicheren Umgang mit den diversen Energieformen.

Nach einer zweistufigen Auditierung über insgesamt drei Tage erhielt das Uniklinikum Würzburg (UKW) vom TÜV Rheinland das Zertifikat nach DIN EN 50001. „Ein systematisches Energiemanagement nach dieser Norm hilft, die Energieeffizienz des UKW kontinuierlich zu erhöhen. Die konsequente Nutzung der Energieeinsparpotenziale ist nicht nur ökologisch verantwortungsvoll, sondern senkt auch die Betriebskosten und steigert so die Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Harald Thal, der Leiter des Geschäftsbereichs Technik und Bau am UKW.

Eine Umsetzung von EU-Politikzielen

Hintergrund der Maßnahme ist letztlich die europäische Umwelt- und Energiepolitik: Die EU hat für alle Mitgliedsstaaten das Ziel vorgegeben, den Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gegenüber 2008 zu senken. Diese Vorgabe kann nur erreicht werden, wenn unter anderem der Energieverbrauch von Unternehmen einer bestimmten Größe und auch beispielsweise von Krankenhäusern erfasst und optimiert wird. Die Einführung eines ISO 50001-zertifizierten Energiemanagementsystems ist einer der hierbei möglichen Umsetzungswege. Die Norm setzt dabei einen Rahmen, innerhalb dessen individuelles Engagement des Normenanwenders erforderlich ist. So sind die Berechnungsgrundlagen des spezifischen Energieverbrauches zu fixieren und Einsparungsziele zu definieren. Und um diese Ziele zu erreichen, werden Energieprojekte initiiert und durchgeführt.

Basis des Energiemanagementsystems am UKW war ein Energiemonitoringsystem, das das Klinikum bereits ab dem Jahr 2011 schrittweise eingeführt hatte. „Mit der Zertifizierung haben wir jetzt eine langfristige Grundlage, um den Energieverbrauch im Klinikum in eine komplexe Prozesslandschaft einzugliedern. Eine Prozesslandschaft, die nicht nur technische und kaufmännische Aspekte, sondern vor allem auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbindet“, betont Harald Thal.

Beispiel aus dem Maßnahmenkatalog

Hier einige Beispiele aus dem mit dem zertifizierten Energiemanagementsystem am Uniklinikum Würzburg verbundenen Maßnahmenkatalog:

  • Bereits beim Einkauf von Geräten wird der Energieverbrauch mitbeurteilt, um Folgekosten und Energieverschwendung zu vermeiden.
  • Ein regelmäßig einberufenes, hausinternes Energieteam bespricht Änderungen und neue Energieprojekte.
  • Der Energieverbrauch des Klinikums wird bewertet und beobachtet, um eventuelle „Ausreißer“ möglichst frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Bildunterschrift:

Harald Thal, der Leiter des Geschäftsbereichs Technik & Bau (links) des Uniklinikums Würzburg, und sein Energiemanagementteam sind stolz auf die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001.

Bild: Elmar Friess/Uniklinikum Würzburg