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Ausstellung im Würzburger Rathaus: Verband der Universitätsklinika Deutschlands präsentiert Patienten-Erfolgsgeschichten

Grombühl/Altstadt – Vom 4. bis 12. Juli 2017 dokumentiert eine Ausstellung im Oberen Foyer des Würzburger Rathauses beispielhafte Behandlungsleistungen der deutschen VUD-RoadshowUniversitätsmedizin. Auf lebensgroßen Fotoaufstellern erzählen 33 große und kleine Patienten ihre medizinischen Erfolgsgeschichten – darunter auch eine Herzpatientin des Uniklinikums Würzburg.

Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) hat eine Roadshow zusammengestellt, die seit März dieses Jahres durch Deutschland tourt. Vom 4. bis 12. Juli 2017 ist die Ausstellung im Oberen Foyer des Würzburger Rathauses zu sehen. Auf 33 lebensgroßen Fotoaufstellern werden die medizinischen Erfolgsgeschichten von großen und kleinen Patienten erzählt. „Diese Patientengeschichten zeichnen auf ganz individuelle Art ein Bild der Leistungen der 33 deutschen Universitätsklinika. Anhand verschiedener Themen können wir verdeutlichen, wie wichtig die Hochschulmedizin für das deutsche Gesundheitssystem ist und was ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag leisten“, erläutert der VUD-Vorsitzende Prof. Michael Albrecht. Nach seinen Angaben stehen die in der Schau portraitierten Patientinnen und Patienten gleichsam stellvertretend für Millionen Menschen in Deutschland, die ihre Gesundheit und oft auch ihr Leben den Ärztinnen und Ärzten, den Schwestern und Pflegern sowie der medizinischen Ausstattung der Uniklinika verdanken.

Auch eine Patientin aus Würzburg dabei

Unter den ausgestellten Persönlichkeiten ist auch eine Patientin des Uniklinikums Würzburg (UKW). Brigitte Meister litt an einer schweren Herzinsuffizienz. Eine Herzmuskelentzündung hatte ihr Herz stark geschwächt. Sie wurde ins Herzzentrum des UKW überwiesen. Um die Gefahr des Herzversagens zu begrenzen, verabreichte ihr das Team um Prof. Georg Ertl mehrere Medikamente dauerhaft. Zudem wurde ihr ein Defibrillator eingesetzt. Das chronische Krankheitsbild der Herzinsuffizienz erforderte eine kontinuierliche Weiterbehandlung. Dafür wurde das Programm HeartNetCare-HF entwickelt. In diesem poststationären Versorgungsmodell betreuen speziell ausgebildete Herzinsuffizienz-Schwestern Herzschwächepatienten wie Brigitte Meister. Nach einer längeren Phase mit stabilem Verlauf verschlechterte sich ihr Zustand jedoch dramatisch. Die damals 54-Jährige kam auf die Warteliste für eine Herztransplantation. Nach drei Wochen war ein passendes Spenderherz gefunden, das ihr im Jahr 2012 transplantiert wurde. Ihr Körper nahm das neue Organ sehr gut an. Heute ist Brigitte Meister – bis auf Bluthochdruck – wieder in einem guten gesundheitlichen Zustand.

Vernissage am 4. Juli 2017

Bei der Vernissage der Roadshow am Dienstag, den 4. Juli 2017 um 18:00 Uhr, wird Brigitte Meister nicht nur als Fotoaufsteller, sondern auch persönlich anwesend sein. Begleitet wird sie von Dr. Gülmisal Güder. Die Oberärztin der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Uniklinikums Würzburg war ein wichtiger Teil des behandelnden Medizinerteams der Herzpatientin. Prof. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg, wird in die Ausstellung einführen und für ein Grußwort von Seiten der Stadt Würzburg als Gastgeber der Schau wird Bürgermeister Dr. Adolf Bauer erwartet.

Ausstellung: VUD-Roadshow
Ort: Rathaus der Stadt Würzburg, Oberes Foyer
Öffnungszeiten: Mo bis Do von 08:00 bis 18:00 Uhr, Fr bis 13:30 UhrVernissage: Dienstag, 4. Juli 2017, 18:00 Uhr

Bildunterschrift: VUD-Roadshow.jpg
Ein Teil der bei der VUD-Roadshow zu sehenden Fotoaufsteller – hier beim Start der Wanderausstellung im Berliner Hauptbahnhof.

Bild: VUD

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Bund-Länder-Städtebauförderprogramm ‚Soziale Stadt‘: 360.000 Euro für Würzburg

Lindleinsmühle – Für städtebauliche Projekte in den Würzburger Stadtteilen Zellerau und Lindleinsmühle stehen in diesem Jahr 360.000 Euro aus dem Bund-Länder-Förderprogramm ‚Soziale Stadt‘ zur Verfügung. Das teilt der Landtagsabgeordnete Oliver Jörg mit.

jorgDie Lindleinsmühle wurde vor zwei Jahren in das Förderprogramm aufgenommen. Im kleinsten Stadtteil Würzburgs leben viele ältere Menschen, zugleich sind hier, gemessen am gesamtstädtischen Schnitt, deutlich mehr Familien zuhause. „Ziel der städtebaulichen Maßnahmen ist unter anderem, den Austausch zwischen den Generationen zu stärken“, erläutert Jörg. Das Handlungskonzept für die Lindleinsmühle schlägt daher auch eine Stärkung der Stadtteilmitte als Ort der Begegnung sowie die gestalterische Aufwertung des Wohnumfelds vor.

Die Zellerau befindet sich bereits seit 2007 im Städtebauprogramm. Zahlreiche Maßnahmen wie das Zellerauer Marktplätzle, die Umgestaltung der Weißenburgstraße oder die Eröffnung des Jugendzentrums konnten bereits umgesetzt werden. Jörg freut sich, dass mit den in diesem Jahr bewilligten Mitteln auch weiter an der Sanierung und Umgestaltung der historischen Parkanlage Bürgerbräu gearbeitet werden könne.

2017 umfasst das Städtebauförderprogramm ‚Soziale Stadt‘ in Bayern insgesamt rund 46,7 Millionen Euro. Zusammen mit den kommunalen Eigenanteilen stehen rund 72,2 Millionen Euro für Erneuerungsmaßnahmen zur Verfügung.