Stadtmagazin für den Würzburger Nordosten


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„Darf ich auch ein Instrument spielen?“

Schüler musizieren bei ihrem Konzert zum Tag der Hausmusik

Lengfeld – Der „Tag der Hausmusik“ wird bundesweit am 22. November begangen, dem hausmusik-lengfeldNamenstag der Heiligen Cäcilia (200 bis ca. 230 n. Chr.), die als Patronin der (Kirchen-)Musik gilt. Weil das in diesem Jahr auf den schulfreien Buß- und Bettag fiel, hat die Grundschule Lengfeld ihren Tag der Hausmusik um eine Woche verschoben. Seit Jahren schon ist es an der Schule gute Tradition, diesen Tag so zu feiern wie er gedacht ist: mit selbst gemachter Musik. Alle Schüler, die ein Instrument lernen, sind eingeladen bei einem kleinen Hausmusikkonzert in der Schule, organisiert von der Lehrerin Barbara Kern-Gernert, ihr Können zu zeigen. Angefangen von den Jüngsten der ersten Klasse bis hinauf zu den Viertklässlern beteiligten sich in diesem Jahr wieder über 50 Mädchen und Jungs daran.

Bei manch einem konnte man förmlich die Erleichterung hören, wenn das Stück ohne größeren Fehler zu Ende ging. Wer jemals vor größerem Publikum Flöte, Klavier, Gitarre oder ein anderes Instrument gespielt hat, der kennt die Nervosität und das Zittern vor dem Auftritt und wie schwer es ist, trotz aller Übung dann noch die richtigen Töne zu treffen. Den Sechs- bis Zehnjährigen gelang das an diesem Abend wieder so gut, so dass die etwa 200 Zuhörer viel Beifall spendeten und sogar mitsummten.

Das Spektrum der Instrumente reichte von den oben genannten Klassikern bis hin zu Melodika, Oboe, Klarinette, Akkordeon, E-Gitarre, Keyboard und Schlagzeug. Auch die Liedauswahl war vielfältig, vom Weihnachtslied bis hin zum Max-Giesinger-Song oder einem Schlagzeugsolo. Sogar eine fünfköpfige Klassenband der 3a trat auf, sowie einige Kinder, die sich zu Duetten zusammengefunden hatten. Kein Wunder, dass am Ende einige Zuhörer und jüngere Geschwister ihren Eltern zuraunten: „Darf ich auch ein Instrument spielen? Das will ich auch können.“

Bildunterzeile: Über 50 Schüler, im Bild mit Barbara Kern-Gernert (hinten links) und  Rektor Roland Wagner (rechts vorne), beteiligten sich am diesjährigen Konzert der Lengfelder Grundschule zum Tag der Hausmusik.    Foto: Traudl Baumeister

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„Gipsen ist cool – das tut gar nicht weh“

Grombühl – Das Krankenhaus durch die Brille eines Patienten sehen: Unter diesem Motto Gipsaktionstand der erste Kindermitbringtag am Uniklinikum Würzburg, bei dem sich 50 Mitarbeiterkinder im Grundschulalter auf eine spannende Entdeckungsreise in das Innenleben des UKW begaben.

Mit Handicap basteln oder Hockey-Spielen mit Krücke und Armschiene waren nur einige der Programmpunkte, mit denen sich die Kinder spielerisch beschäftigten. So erfuhren sie an sich selbst, wie eingeschränkt ein Patient ist, wenn beispielsweise ein Arm gebrochen ist. Besonders gefragt bei den Kleinen war dann auch das Gipsen, mit dem ein „kaputter Arm repariert werden kann“. Sie verfolgten aufmerksam, wie so ein Gipsarm angelegt wird. „Das ist praktisch, dann muss ich morgen in der Schule keine Arbeit schreiben“, zwinkerte eine Viertklässlerin mit Blick auf ihren eingegipsten Arm. Auf die Frage an alle Kinder, ob sie sich auch im Alltag ein Leben mit Gips vorstellen können, waren sie sich einig: „Nein, das ist nur ohne Schmerzen schön“.

In der Physiotherapie konnten sich die Kinder dann bei verschiedenen Spielen zum Beispiel mit einem Riesenschwungtuch austoben oder bei der gegenseitigen Massage entspannen. Alle verhielten sich sehr rücksichtsvoll, um den Klinikablauf nicht zu beeinträchtigen.

Näher kennenlernen konnten sich die Kinder bei einem gesunden Frühstück und Mittagessen. Morgens warteten Körnerbrötchen, Müsli, Obst und Kakao, mittags Pizza. Am Ende der ereignisreichen sechs Stunden beantworteten die kleinen Gäste die Frage, was ihnen besonders gefallen habe, einhellig mit „Alles!“.

Über dieses Lob freut sich natürlich auch die AG „Beruf und Familie“, die diesen Tag erstmals initiiert hat. Die AG wurde vom Klinikumsvorstand eingerichtet und engagiert sich dafür, die Vereinbarkeit Familie und Beruf am UKW kontinuierlich zu verbessern. Als Termin für den Kindermitbringtag wurde der Buß- und Bettag ausgewählt, da in Bayern an diesem Tag zwar die Schulen geschlossen bleiben, es aber kein gesetzlicher Feiertag ist. Somit stehen viele berufstätige Eltern vor dem Problem, eine Kinderbetreuung organisieren zu müssen. Die Nachfrage war enorm, viele Kinder standen noch auf der Warteliste. Nach dieser gelungenen Premiere ist eine Wiederholung am UKW im nächsten Jahr fest geplant.

Bildunterschrift:

Viele Kinder ließen sich einen Gipsarm anlegen.
Bild: Barbara Knievel/ Uniklinikum Würzburg


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Abfuhr von Gartenabfällen im Herbst 2017

„Die Stadtreiniger“ führen in der Zeit vom 06. November 2017 mit 23.
November 2017 im Stadtgebiet Würzburg die Herbstgartenabfuhr durch.
Dabei ist zu beachten, dass diese Termine nicht zeitgleich mit der
„normalen“ Müllabfuhr sind.

Die Grüngutabfälle müssen handlich gebündelt (Naturmaterial, kein Draht
oder Kunststoff) oder in verrottbaren Papiersäcken verpackt sein und am
Tag der Abfuhr um 7.00 Uhr am Straßenrand bereitstehen. Ebenso müssen
die Grüngutabfälle von einem an die öffentliche Abfallentsorgung der
Stadt Würzburg angeschlossenem Grundstück stammen.

Gartenabfälle, die bereits vor dem Abholtag anfallen, dürfen nicht auf
öffentlichem Grund abgelagert werden, sondern müssen bis zum
Abfuhrtag auf dem eigenen Grundstück aufbewahrt werden. Verfrühte
Ablagerungen auf öffentlichem Grund gelten als „Wildablagerung“ und
können ein Ordnungswidrigkeitsverfahren nach sich ziehen.

Außerdem weisen „Die Stadtreiniger“ wiederholt deutlich darauf hin,
dass das Grüngut nicht in Gelben Säcken oder anderen Plastiksäcken
bereitgestellt werden darf, da es sonst nicht mitgenommen wird.

Eine Wiederholung der Aktion für Nachzügler ist aus logistischen
Gründen leider nicht möglich.

Die Entsorgung der Gartenabfälle startet in der ersten Abfuhrwoche vom
06. bis 09. November mit den Stadtbezirken

Lengfeld : Donnerstag, 09.11.2017

In der zweiten Abfuhrwoche vom 13. bis 16. November werden folgende
Stadtbezirke abgefahren

Versbach, Grombühl, Lindleinsmühle: Dienstag, 15.11.2017
Oberdürrbach: Mittwoch, 16.11.2017
Unterdürrbach, Dürrbachau: Donnerstag, 16.11.2017

 

Sollten übermäßig große Mengen an Grüngut anfallen, besteht auch die
Möglichkeit einen Container für die Sammlung kostenpflichtig
bereitzustellen. Termine hierfür können mit dem Kundenbüro des
Eigenbetriebs „Die Stadtreiniger“ unter der 0931 / 37-44 44 vereinbart
werden.

Alternativ kann auch jeder Würzburger Bürger ganzjährig sein Grüngut
beim Würzburger Kompostwerk in der Kitzinger Straße 60 anliefern
(Öffnungszeiten: Mo. – Do. 08.00 – 17.00 Uhr, Fr. 08.00 – 18.00
Uhr und Sa. 08.00 – 14.00 Uhr).


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30 Jahre Caritas-Sozialstation St. Franziskus

Grombühl/Unterdürrbach – Mit drei Veranstaltungen in drei Monaten feiert die Caritas-Sozialstation St. Franziskus ihr 30-jähriges Jubiläum.

DSC_0073Die erste Veranstaltung war ein Korbtheaterstück für Senioren im September.
Am vergangenen Samstag luden Pflegedienstleiter Burkhard Halbig und sein Team zum Jubiläums-Gottesdienst in die Grombühler Josefskirche und an-schließend zum Empfang in die nahe gelegene Thomaskirche.

Viele Patient*innen waren der Einladung gefolgt und lauschten bei einem Gläs-chen Sekt und Blätterteiggebäck dem Harfenisten Nico Rosenberger, der die Feier musikalisch gestaltete. Burkhard Halbig gab einen kurzen Rückblick über die Geschichte, obwohl, wie er anmerkte, die Wurzeln der Sozialstation über 30 Jahre hinaus bis ins Jahr 1883 zurück reichen. Von Mitarbeiterinnen der Sozial-station erfuhren die Gäste, warum diese gerne dort arbeiten und Caritas Vorsit-zender Werner Häußner dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr tägliches Engagement.

Willi Karl ist einer dieser Mitarbeiter. Sei mehr als 30 Jahren arbeitet der Kran-kenpfleger im Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Würzburg e.V. Häußner nutzte den Rahmen der Jubiläumsfeier, um Willi Karl mit dem Golde-nen Caritaskreuz auszuzeichnen.

Die abschließende Jubiläumsveranstaltung findet am Donnerstag, den 16. November im Pfarrheim Unterdürrheim statt. Unter dem Titel Beziehungs-Weisen in Wort und Klang trägt die Autorin Patricia Hoffmann-Velte ab 19:00 Uhr Texte aus ihrem Gedichtband beziehungsweisen vor und nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise, mit all ihren Höhen und Tiefen bis über den Tod hinaus. Feinfühlige Gitarrenmusik von Bernhard von der Goltz und Gesang sowie Flötenmusik von Claudia von der Goltz geben Gelegenheit, die Texte auf sich wirken zu lassen und innezuhalten. Ton und Wort treten auf diese Weise in Beziehung zueinan-der und machen mit ihren Beziehungs-Weisen Mut, spenden Trost und fassen Unfassbares: die Liebe … Die Veranstaltung ist offen für alle. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bild: Ehrung von Willi Karl (2. v.l.) durch den 1. Vorsitzenden Werner Häußner (links), Geschäftsführer Stefan Weber (2.v.r.) und Pflegedienstleiter Burkhard Halbig (rechts)
Foto: Claudia Jaspers


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MdB Paul Lehrieder und MdL Oliver Jörg zu Gast bei der rockenstein AG

Lengfeld – Anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums der rockenstein AG besuchte der unterfränkische CSU-Bundestagsabgeordnete Paul Lehrieder zusammen mit dem CSU-25 Jahre Rockenstein Foto xtrakt-Verlag Ferdinand ElfertLandtagsabgeordneten Oliver Jörg den Würzburger Internet-Spezialisten.

Die beiden Spitzenpolitiker informierten sich vor Ort über die Arbeit des Internet-Service-Providers. rockenstein-Vorstand Christoph Rockenstein und Aufsichtsrat Friedrich Sünderhauf führten Paul Lehrieder und Oliver Jörg durch das firmeneigene Rechenzentrum. Sie zeigten, wie die Daten ihrer Kunden sicher gehostet werden.

Die rockenstein-Rechenzentren liegen zentral und ausschließlich in Deutschland, garantieren maximale Verfügbarkeit der Kundendaten und genügen höchsten Anforderungen beim Datenschutz und der Datensicherheit.

Die Anfänge der Firma gehen auf das Jahr 1992 zurück. Damals hatte der Firmengründer und heutige Vorstand Christoph Rockenstein die Happy Rocky Box ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit ist viel passiert: Heute arbeiten 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Firmensitz in der Ohmstraße und rockenstein besitzt drei eigene Rechenzentren in Deutschland. Ein weiteres ist aktuell in Planung.

Maßgeblich für den Erfolg und das langjährige Bestehen des Unternehmens in der IT-Branche war die frühzeitige Spezialisierung auf die Kernkompetenzen Datenfernübertragung und Datenkommunikation – kombiniert mit stetigen Qualifikationen der Mitarbeiter sowie Zertifizierungen und dem konsequenten Einsatz neuester Komponenten im technischen Bereich.

Foto (xtrakt-Verlag Ferdinand Elfert): Hochkarätiger Besuch beim Internet-Service-Provider rockenstein AG: MdB Paul Lehrieder (2.v.l.) und MdL Oliver Jörg (rechts) wurden von rockenstein-Vorstand Christoph Rockenstein (2.v.r.) und Aufsichtsrat Friedrich Sünderhauf (links) empfangen.


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Würzburger Hörtag 2017: Wie finde ich die richtige Lösung für mein Hörproblem?

Grombühl – Am Samstag, dem 11. November 2017, lädt das interdisziplinäre Hörzentrum der Würzburger HNO-Universitätsklinik (CHC) alle Interessierten zu einem Infotag CHC-Ärzte„Besser Hören und Verstehen im Alltag“ rund um das Thema Hören und individuelle Hörverbesserung ein.

Die HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg betreibt seit acht Jahren ein interdisziplinäres Hörzentrum (Comprehensive Hearing Center – CHC), in dem Betroffenen nach umfassender Diagnostik eine individuelle Therapie für ihre Hörprobleme angeboten wird. Welche Möglichkeiten es hierzu gibt, können Interessierte am Samstag, den 11. November 2017, beim Würzburger Hörtag des Zentrums erfahren.

Referenten greifen zentrale Fragen auf

In einem Vortragsblock von 10:00 bis 12:00 Uhr geben Experten Antworten auf folgende Fragen: Wie funktioniert das Hören und was kann gestört sein? Wie kann man das Hören verbessern? Warum ist die Früherkennung von Hörstörungen so wichtig? Was ist ein Cochlea Implantat und was kann es leisten? Hören trainieren – ist das notwendig? Hören mit Hörgeräten – was kann zusätzlich nützlich sein?

Individuelle Beratung und kostenloser Hörtest

Anschließend gibt es bis 13:00 Uhr die Gelegenheit, sich in individuellen Gesprächen mit den jeweiligen Spezialisten zu informieren. An Infoständen präsentieren zudem Hörakustiker, CI-Firmen, Selbsthilfegruppen und Rehabilitationseinrichtungen ihr Leistungsangebot.

Für alle, die sich nicht sicher sind, ob ihre Hörstörung schon behandlungsbedürftig ist, führt das Comprehensive Hearing Center am Hörtag kostenlose Hörtests durch – von 8:00 bis 9:45 Uhr und von 12:00 bis 13:00 Uhr.

Anmeldung erforderlich

Veranstaltungsort ist der Hörsaal der Universitäts-HNO-Klinik, Josef-Schneider-Straße 11, Haus B2, 1. Stock. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten die Organisatoren um eine Anmeldung ab 16. Oktober bis spätestens 30. Oktober 2017. Möglich ist dies von Montag bis Freitag zwischen 13:00 und 15:30 Uhr unter Tel: 0931/201-21735. Weitere Infos unter http://www.chc.ukw.de, Rubrik „Veranstaltungen CHC“.

Bildunterschrift:

Ärzte des Comprehensive Hearing Centers Würzburg sowie weitere Experten informieren beim Hörtag 2017 über Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten.

Bild: H. Korder / Universitäts-HNO-Klinik Würzburg


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Hochtechnologie-Roboter assistiert am Uniklinikum Würzburg bei Schlüsselloch-Operationen

 

Grombühl – Der Zentral-Operationssaal des Uniklinikums Würzburg verfügt seit Juni dieses Jahres über einen Operationsroboter der neuesten Generation. Die mit dem „da Vinci Xi“ mögliche, hohe Präzision führt nachweislich zu noch besseren KonsoleBehandlungsergebnissen, speziell in der minimal-invasiven Tumorchirurgie und in der rekonstruktiven Urologie.

Das „da Vinci Xi“ gilt als das derzeit fortschrittlichste auf dem Markt verfügbare Operationsroboter-System. Seit Juni dieses Jahres ist eines dieser über zwei Millionen Euro teuren Hochtechnologie-Geräte im Zentral-Operationssaal des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) des Uniklinikums Würzburg (UKW) im Einsatz. „Das System kombiniert die Vorteile der minimal-invasiven Chirurgie mit einer hochaufgelösten, dreidimensionalen Visualisierung. Besonderes Augenmerk wurde bei der aktuellen Generation der langjährig bewährten ‚da Vinci‘-Gerätereihe auf eine noch umfassendere Beweglichkeit der Operationsinstrumente gelegt“, erläutert Prof. Dr. Hubert Kübler, der Direktor der Urologischen Klinik des UKW. Er gilt als erfahrener Anwender roboterassistierter Chirurgiesysteme.

Vier extrem bewegliche Arme

Der neue Roboter hat vier Arme, die – außer mit der HD-Kamera – mit drei Operationsinstrumenten bestückt werden können. Während die Arme beim Vorgängermodell noch an einer vertikalen Säule angebracht waren, werden sie bei der Xi-Generation von einem horizontalen Überkopfbalken getragen. „Dadurch sind Kippungen und Rotationen möglich, mit denen die Arme in beinahe jede denkbare Position gebracht werden können. Gleichzeitig sind die Roboterarme kleiner und schmäler, was ebenfalls zum Bewegungsumfang beiträgt“, schildert Prof. Kübler.

Ein wesentlicher Effekt dieser Beweglichkeit: Bei der Operation können die nur durch kleine Schnitte in den Körper eingeführten Instrumente ein deutlich größeres Areal erreichen, ohne – wie bei den Vorgängermodellen – den Roboter aufwändig „abzudocken“ und um den Patienten herumzufahren oder den Kranken in eine komplizierte Lagerungsposition bringen zu müssen.

Bewegungsübertragung von der Konsole ins Operationsgebiet

Im Gegensatz zu konventionellen laparoskopischen Operationen, bei denen der Operateur am Patienten steht und teilweise ausladende Bewegungen in ungünstigen Haltungen vollziehen muss, sitzt der ausführende Arzt beim „da Vinci“-System an einer dem OP-Tisch benachbarten Konsole und arbeitet mit Joysticks. Mit diesen werden die Fingerbewegungen an die Roboterinstrumente übertragen. Dabei ist ein starkes „Verfeinern“ möglich: Aus großen Handbewegungen an der Konsole werden bei Bedarf zugunsten der Präzision kleinste Instrumentenbewegungen im Operationsgebiet. Als weiteren Pluspunkt transferiert das System die Bewegungswünsche des Operateurs zitterfrei auf die Instrumente im Patienten.

Die Beweglichkeit der an den Armen angebrachten Instrumente übertrifft die der menschlichen Hand. Und auch die Sehkraft des Arztes wird optimiert: Die Optik des Xi liefert ihm eine vergrößerte sowie im Vergleich zu seinen Vorgänger-Generationen noch schärfere und qualitativ noch hochwertigere 3D-Sicht auf das Operationsgebiet.

Ergonomische Arbeiten bei voller Kontrolle

Während des Eingriffs ruhen die Arme des Operateurs auf bequemen Armlehnen und auch sein Kopf wird ergonomisch gestützt. „Das fördert ein ermüdungsfreies und konzentriertes Arbeiten auch bei komplexen, mehrstündigen Operationen“, weiß Prof. Kübler zu schätzen. Der Klinikdirektor betont, dass das System keinen einzigen Operationsschritt selbstständig ausführt – also strenggenommen kein Roboter sei. Vielmehr bleibe die Kontrolle über die gesamte Anlage jederzeit in der Hand des Operateurs.

Vorteilhaft zum Beispiel bei der Prostatektomie

Zum Einsatz kommt das „da Vinci Xi“-System am UKW beispielsweise zur Prostatektomie bei Prostatakrebs. „Die mit dem Roboter mögliche Präzision führt hier zu noch besseren Ergebnissen, was das Erhalten der Kontinenz und der Potenz eines Patienten angeht. Außerdem sind eine schnellere postoperative Mobilisierung und ein kürzerer stationärer Aufenthalt möglich“, zählt Prof. Kübler einige der Vorteile auf.

Weitere Anwendungsfelder sind die Harnblasenentfernung bei Blasenkrebs, die Nierentumorentfernung sowie rekonstruktive Operationen an Harnblase und Harnleiter.

„Unter dem Strich ermöglicht uns der OP-Roboter hochpräzise, sichere, zügige und patientenschonende Eingriffe, die bei der minimal-invasiven Chirurgie in Unterfranken Maßstäbe setzt“, fasst Prof. Kübler zusammen. Um die Spitzentechnologie möglichst vielen Patientinnen und Patienten anbieten zu können, wird das Gerät interdisziplinär zusammen mit der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie, der Klinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie sowie der Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg intensiv genutzt.

Bildunterschriften:

Der Operateur steuert die Roboterarme von einer Konsole aus. Seine Bewegungen werden dabei stark verfeinert und vollkommen zitterfrei.

Bilder: Andrey Svistunov / Uniklinikum Würzburg