XANXGRUBBE der Faschingsgesellschaft SB Versbach

Abschied ist ein bisschen wie sterben …

Was Katja Epstein 1980 sang, hat jetzt leider auch uns getroffen.

Die XANXGRUBBE Versbach der Faschingsgesellschaft im SB Versbach sagt, gezwungenermaßen, SERVUS!!!

Bedingt durch den millionenschweren Umbau des Rathauses, oder Haus des Bürgers, haben wir keine Probemöglichkeit mehr. In der letzten Versammlung vor Beginn der Umbauarbeiten wurde uns auf Anfrage, wo wir denn zukünftig proben könnten, lapidar mitgeteilt: „Da müsst ihr euch schon selber drum kümmern“ (Zitat). Das war’s dann …

1987 ins Leben gerufen, entstand durch viel Fleiß und Proben ein sehr guter Männerchor, der nicht nur in Versbach, sondern auch in der Region mit seinen Auftritten begeisterte. Es gibt nicht viele Chöre, die am Heiligen Abend nachmittags in div. Senioreneinrichtungen für Weihnachtsstimmung sorgen. Wir waren stets gerne hierzu bereit. Viele Gottesdienste, Maiandachten wurden mitgestaltet, Liederabende mit jeweils ansprechendem Programm fanden bei den Besuchern stets großen Anklang. Bei verschiedenen Vereinen, Einrichtungen, aber auch bei privaten Jubiläen waren wir oft gefragt und haben unseren Beitrag geleistet.  Ein Wirtshaussingen mit sehr gutem Besuch wurde abgehalten. Ein weiteres war leider nicht möglich. Aus feuerpolizeilichen Gründen wurde die Anzahl der Sitzplätze von der Stadt so verringert, so dass sich das erledigt hatte.

Der Chorleiter Werner Günther (unentgeltlich, seit der ersten Stunde!) und der Sprecher der Gruppe, Albin Reichert, sorgten stets für die ansprechende Auswahl der Lieder und für die treffende, beste Unterhaltung.  Dies ist nun alles vorbei, Geschichte. Oder frei nach F. Schiller: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.“
So einfach geht das heute.

Von ehemals 32 Sängern ist zwischenzeitlich zwar nur noch ein Rest aktiv dabei, der auch schon in die Jahre gekommen ist, aber immer noch treu bei der Sache war und Freude am wöchentlichen Proben hatte. Daher fällt dieser quasi Rauswurf doppelt so schwer. Eigentlich hätten wir im nächsten Jahr noch gerne unser 40-jähriges gefeiert, das machen wir halt jetzt im stillen Kämmerlein.

Das Haus des Bürgers wird jetzt zu einem „Musentempel“ umgebaut. Hier sollen zukünftig die Bürger bespaßt werden, so hieß es in den versch. Versammlungen und so heißt es, glaube ich, im neuen Sprachjargon. Die, welche dies bisher unentgeltlich taten, sind nicht mehr en vogue.

Hoffentlich klappt das!? Wir wünschen „viel Erfolg“ und sagen zum Abschied: „LEISE SERVUS“!

Zum Abschied möchte sich die XANXGRUBBE bei allen bedanken, die unsere Auftritte und Konzerte stets mit viel Freude und Applaus begleiteten. VIELEN DANK, FREUNDE!!!

Albin Reichert