Stadtmagazin für den Würzburger Nordosten


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Würzburger Hörtag 2017: Wie finde ich die richtige Lösung für mein Hörproblem?

Grombühl – Am Samstag, dem 11. November 2017, lädt das interdisziplinäre Hörzentrum der Würzburger HNO-Universitätsklinik (CHC) alle Interessierten zu einem Infotag CHC-Ärzte„Besser Hören und Verstehen im Alltag“ rund um das Thema Hören und individuelle Hörverbesserung ein.

Die HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg betreibt seit acht Jahren ein interdisziplinäres Hörzentrum (Comprehensive Hearing Center – CHC), in dem Betroffenen nach umfassender Diagnostik eine individuelle Therapie für ihre Hörprobleme angeboten wird. Welche Möglichkeiten es hierzu gibt, können Interessierte am Samstag, den 11. November 2017, beim Würzburger Hörtag des Zentrums erfahren.

Referenten greifen zentrale Fragen auf

In einem Vortragsblock von 10:00 bis 12:00 Uhr geben Experten Antworten auf folgende Fragen: Wie funktioniert das Hören und was kann gestört sein? Wie kann man das Hören verbessern? Warum ist die Früherkennung von Hörstörungen so wichtig? Was ist ein Cochlea Implantat und was kann es leisten? Hören trainieren – ist das notwendig? Hören mit Hörgeräten – was kann zusätzlich nützlich sein?

Individuelle Beratung und kostenloser Hörtest

Anschließend gibt es bis 13:00 Uhr die Gelegenheit, sich in individuellen Gesprächen mit den jeweiligen Spezialisten zu informieren. An Infoständen präsentieren zudem Hörakustiker, CI-Firmen, Selbsthilfegruppen und Rehabilitationseinrichtungen ihr Leistungsangebot.

Für alle, die sich nicht sicher sind, ob ihre Hörstörung schon behandlungsbedürftig ist, führt das Comprehensive Hearing Center am Hörtag kostenlose Hörtests durch – von 8:00 bis 9:45 Uhr und von 12:00 bis 13:00 Uhr.

Anmeldung erforderlich

Veranstaltungsort ist der Hörsaal der Universitäts-HNO-Klinik, Josef-Schneider-Straße 11, Haus B2, 1. Stock. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten die Organisatoren um eine Anmeldung ab 16. Oktober bis spätestens 30. Oktober 2017. Möglich ist dies von Montag bis Freitag zwischen 13:00 und 15:30 Uhr unter Tel: 0931/201-21735. Weitere Infos unter http://www.chc.ukw.de, Rubrik „Veranstaltungen CHC“.

Bildunterschrift:

Ärzte des Comprehensive Hearing Centers Würzburg sowie weitere Experten informieren beim Hörtag 2017 über Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten.

Bild: H. Korder / Universitäts-HNO-Klinik Würzburg

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Hochtechnologie-Roboter assistiert am Uniklinikum Würzburg bei Schlüsselloch-Operationen

 

Grombühl – Der Zentral-Operationssaal des Uniklinikums Würzburg verfügt seit Juni dieses Jahres über einen Operationsroboter der neuesten Generation. Die mit dem „da Vinci Xi“ mögliche, hohe Präzision führt nachweislich zu noch besseren KonsoleBehandlungsergebnissen, speziell in der minimal-invasiven Tumorchirurgie und in der rekonstruktiven Urologie.

Das „da Vinci Xi“ gilt als das derzeit fortschrittlichste auf dem Markt verfügbare Operationsroboter-System. Seit Juni dieses Jahres ist eines dieser über zwei Millionen Euro teuren Hochtechnologie-Geräte im Zentral-Operationssaal des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) des Uniklinikums Würzburg (UKW) im Einsatz. „Das System kombiniert die Vorteile der minimal-invasiven Chirurgie mit einer hochaufgelösten, dreidimensionalen Visualisierung. Besonderes Augenmerk wurde bei der aktuellen Generation der langjährig bewährten ‚da Vinci‘-Gerätereihe auf eine noch umfassendere Beweglichkeit der Operationsinstrumente gelegt“, erläutert Prof. Dr. Hubert Kübler, der Direktor der Urologischen Klinik des UKW. Er gilt als erfahrener Anwender roboterassistierter Chirurgiesysteme.

Vier extrem bewegliche Arme

Der neue Roboter hat vier Arme, die – außer mit der HD-Kamera – mit drei Operationsinstrumenten bestückt werden können. Während die Arme beim Vorgängermodell noch an einer vertikalen Säule angebracht waren, werden sie bei der Xi-Generation von einem horizontalen Überkopfbalken getragen. „Dadurch sind Kippungen und Rotationen möglich, mit denen die Arme in beinahe jede denkbare Position gebracht werden können. Gleichzeitig sind die Roboterarme kleiner und schmäler, was ebenfalls zum Bewegungsumfang beiträgt“, schildert Prof. Kübler.

Ein wesentlicher Effekt dieser Beweglichkeit: Bei der Operation können die nur durch kleine Schnitte in den Körper eingeführten Instrumente ein deutlich größeres Areal erreichen, ohne – wie bei den Vorgängermodellen – den Roboter aufwändig „abzudocken“ und um den Patienten herumzufahren oder den Kranken in eine komplizierte Lagerungsposition bringen zu müssen.

Bewegungsübertragung von der Konsole ins Operationsgebiet

Im Gegensatz zu konventionellen laparoskopischen Operationen, bei denen der Operateur am Patienten steht und teilweise ausladende Bewegungen in ungünstigen Haltungen vollziehen muss, sitzt der ausführende Arzt beim „da Vinci“-System an einer dem OP-Tisch benachbarten Konsole und arbeitet mit Joysticks. Mit diesen werden die Fingerbewegungen an die Roboterinstrumente übertragen. Dabei ist ein starkes „Verfeinern“ möglich: Aus großen Handbewegungen an der Konsole werden bei Bedarf zugunsten der Präzision kleinste Instrumentenbewegungen im Operationsgebiet. Als weiteren Pluspunkt transferiert das System die Bewegungswünsche des Operateurs zitterfrei auf die Instrumente im Patienten.

Die Beweglichkeit der an den Armen angebrachten Instrumente übertrifft die der menschlichen Hand. Und auch die Sehkraft des Arztes wird optimiert: Die Optik des Xi liefert ihm eine vergrößerte sowie im Vergleich zu seinen Vorgänger-Generationen noch schärfere und qualitativ noch hochwertigere 3D-Sicht auf das Operationsgebiet.

Ergonomische Arbeiten bei voller Kontrolle

Während des Eingriffs ruhen die Arme des Operateurs auf bequemen Armlehnen und auch sein Kopf wird ergonomisch gestützt. „Das fördert ein ermüdungsfreies und konzentriertes Arbeiten auch bei komplexen, mehrstündigen Operationen“, weiß Prof. Kübler zu schätzen. Der Klinikdirektor betont, dass das System keinen einzigen Operationsschritt selbstständig ausführt – also strenggenommen kein Roboter sei. Vielmehr bleibe die Kontrolle über die gesamte Anlage jederzeit in der Hand des Operateurs.

Vorteilhaft zum Beispiel bei der Prostatektomie

Zum Einsatz kommt das „da Vinci Xi“-System am UKW beispielsweise zur Prostatektomie bei Prostatakrebs. „Die mit dem Roboter mögliche Präzision führt hier zu noch besseren Ergebnissen, was das Erhalten der Kontinenz und der Potenz eines Patienten angeht. Außerdem sind eine schnellere postoperative Mobilisierung und ein kürzerer stationärer Aufenthalt möglich“, zählt Prof. Kübler einige der Vorteile auf.

Weitere Anwendungsfelder sind die Harnblasenentfernung bei Blasenkrebs, die Nierentumorentfernung sowie rekonstruktive Operationen an Harnblase und Harnleiter.

„Unter dem Strich ermöglicht uns der OP-Roboter hochpräzise, sichere, zügige und patientenschonende Eingriffe, die bei der minimal-invasiven Chirurgie in Unterfranken Maßstäbe setzt“, fasst Prof. Kübler zusammen. Um die Spitzentechnologie möglichst vielen Patientinnen und Patienten anbieten zu können, wird das Gerät interdisziplinär zusammen mit der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie, der Klinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie sowie der Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg intensiv genutzt.

Bildunterschriften:

Der Operateur steuert die Roboterarme von einer Konsole aus. Seine Bewegungen werden dabei stark verfeinert und vollkommen zitterfrei.

Bilder: Andrey Svistunov / Uniklinikum Würzburg


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Erste Baumaßnahme im Rahmen frühzeitiger Bürgeranhörung und –information beendet

Dürrbachtal – 2013 beschloss der Würzburger Stadtrat, Bürger und Anlieger frühzeitig bei Straßenbaumaßnahmen, die Erschließungs- und Straßenausbaubeiträge zur Folge haben, zu informieren und anzuhören.
0817 Unterdürrbacher StraßeDie erste Baumaßnahme, die nach dem damit festgeschriebenen 20-Punkte-Katalog durchgeführt wurde, ist die Erneuerung des Teilstücks der Unterdürrbacher Straße, das parallel zum Dürrbachtal verläuft. Anliegerinformationsveranstaltungen in 2013 und 2014, Planungsskizzen für die Anlieger, Einarbeiten von deren Vorschlägen und Wünschen, Informieren der Eigentümer über die beitragsrechtlichen Grundlagen und voraussichtliche Kostenbeteiligung, und und und: In vier Jahren zog das städtische Baureferat, Fachabteilung Tiefbau, gemeinsam mit dem Entwässerungsbetrieb die gesamte Maßnahme vom ersten Kontakt zu den Anliegern bis zur Fertigstellung zielgerichtet und bürgernah durch.
Nun ist die Straßenführung deutlich entschärft, die Abbiegeverhältnisse sind klar, der Kanal ist erneuert und aus der Durchgangsstraße, die zuvor manche Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit durchrasten, wurde eine verkehrsberuhigte Spielstraße.

Auf und unter der Straße

„Wir haben uns eingebracht und Wünsche geäußert“, berichten Peter Keller und Thomas Ort, Vertreter der Interessengemeinschaft Unterdürrbacher Straße. Ab 2013 wurde geplant und ausgearbeitet. Auch während der Bauausführung war der Kontakt rege und konstruktiv. Obwohl die Baustelle nicht einfach war: Für den Straßenneubau wurden allein über 7.500 m³ Erdmassen bewegt, dies entspricht dem Rauminhalt von über 73 40-Tonner-Sattelzügen. In 27 Monaten Bauzeit wurden in neun Bauabschnitten etwa 8.000 m² Asphalt- und 2.500 m² Pflasterflächen hergestellt. Die Straßenbeleuchtung mit 29 Laternen sowie vier neue Bushaltestellen wurden erneuert. Noch im Herbst 2017 werden zehn neue Bäume gesetzt und die an die Straße angrenzenden Böschungsflächen bepflanzt.

Gleichzeitig mit der Straßenbaumaßnahme hat der Entwässerungsbetrieb das öffentliche Kanalnetz in Teilabschnitten saniert oder erneuert. Regenwasserkanäle wurden auf einer Länge von etwa 700 Metern neuverlegt, der Schmutzwasserkanal auf einer Länge von 590 Metern erneuert und 43 Schachtbauwerke neu hergestellt. Insgesamt waren 1.290 Meter Kanal zu erneuern oder zu sanieren, außerdem 470 Meter Hausanschlussleitungen. Im Bereich der Volksschule Dürrbachtal fließt das Regenwasser in den Dürrbach. Die vorhandene Kanalisation hatte in großen Teilen aus den 1960er- und 1970er-Jahren gestammt, Kanalbefahrungen hatten den Bedarf der Sanierung und Erneuerung in größerem Umfang angezeigt. Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme belaufen sich auf etwa 2,4 Millionen Euro.

„Es gab eine gute und positive Zusammenarbeit“, fasst Stadtbaurat Professor Christian Baumgart zusammen. Diese gute Zusammenarbeit, das Ende der Bauarbeiten und die gelungene Erneuerung wollen die Anlieger mit einem Straßenfest in ihrer neu verkehrsberuhigten Spielstraße feiern.

BU: Zufriedene Gesichter am Ende einer durchweg positiv verlaufenen Baustelle mit intensiver Anliegerbeteiligung: v.li. Ingo Wallrapp (Entwässerungsbetrieb), Jörg Roth (Leitender Baudirektor Fachabteilung Tiefbau), Stadtbaurat Professor Christian Baumgart, Violetta Neumann (Fachabteilung Tiefbau / Straßenbau), Thomas Ort und Peter Keller (Interessengemeinschaft Unterdürrbacher Straße). Foto: Claudia Lother


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Energiemanagement des Uniklinikums Würzburg jetzt nach ISO 50001 zertifiziert

Grombühl – Das Energiemanagement des Uniklinikums Würzburg wurde im Mai dieses Jahres erfolgreich nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Damit schafft das unterfränkische EnergiemanagementteamKrankenhaus der Maximalversorgung die Grundlagen für einen noch ökologischeren und noch wirtschaftlicheren Umgang mit den diversen Energieformen.

Nach einer zweistufigen Auditierung über insgesamt drei Tage erhielt das Uniklinikum Würzburg (UKW) vom TÜV Rheinland das Zertifikat nach DIN EN 50001. „Ein systematisches Energiemanagement nach dieser Norm hilft, die Energieeffizienz des UKW kontinuierlich zu erhöhen. Die konsequente Nutzung der Energieeinsparpotenziale ist nicht nur ökologisch verantwortungsvoll, sondern senkt auch die Betriebskosten und steigert so die Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Harald Thal, der Leiter des Geschäftsbereichs Technik und Bau am UKW.

Eine Umsetzung von EU-Politikzielen

Hintergrund der Maßnahme ist letztlich die europäische Umwelt- und Energiepolitik: Die EU hat für alle Mitgliedsstaaten das Ziel vorgegeben, den Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gegenüber 2008 zu senken. Diese Vorgabe kann nur erreicht werden, wenn unter anderem der Energieverbrauch von Unternehmen einer bestimmten Größe und auch beispielsweise von Krankenhäusern erfasst und optimiert wird. Die Einführung eines ISO 50001-zertifizierten Energiemanagementsystems ist einer der hierbei möglichen Umsetzungswege. Die Norm setzt dabei einen Rahmen, innerhalb dessen individuelles Engagement des Normenanwenders erforderlich ist. So sind die Berechnungsgrundlagen des spezifischen Energieverbrauches zu fixieren und Einsparungsziele zu definieren. Und um diese Ziele zu erreichen, werden Energieprojekte initiiert und durchgeführt.

Basis des Energiemanagementsystems am UKW war ein Energiemonitoringsystem, das das Klinikum bereits ab dem Jahr 2011 schrittweise eingeführt hatte. „Mit der Zertifizierung haben wir jetzt eine langfristige Grundlage, um den Energieverbrauch im Klinikum in eine komplexe Prozesslandschaft einzugliedern. Eine Prozesslandschaft, die nicht nur technische und kaufmännische Aspekte, sondern vor allem auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbindet“, betont Harald Thal.

Beispiel aus dem Maßnahmenkatalog

Hier einige Beispiele aus dem mit dem zertifizierten Energiemanagementsystem am Uniklinikum Würzburg verbundenen Maßnahmenkatalog:

  • Bereits beim Einkauf von Geräten wird der Energieverbrauch mitbeurteilt, um Folgekosten und Energieverschwendung zu vermeiden.
  • Ein regelmäßig einberufenes, hausinternes Energieteam bespricht Änderungen und neue Energieprojekte.
  • Der Energieverbrauch des Klinikums wird bewertet und beobachtet, um eventuelle „Ausreißer“ möglichst frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Bildunterschrift:

Harald Thal, der Leiter des Geschäftsbereichs Technik & Bau (links) des Uniklinikums Würzburg, und sein Energiemanagementteam sind stolz auf die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001.

Bild: Elmar Friess/Uniklinikum Würzburg


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180.000 Euro fürs Stadtgrün in der Lindleinsmühle

Lindleinsmühle – Die Stadt Würzburg mit ihrem Stadtteil Lindleinsmühle ist eine von jorgsechs unterfränkischen Kommunen, die eine Förderung aus dem neuen Bund-Länder-Städtebauprogramm „Zukunft Stadtgrün“ erhalten. Das berichtet der Landtagsabgeordnete Oliver Jörg (CSU). Mehr Grün und attraktivere Freiflächen in Städten und Gemeinden, um die Lebens- und Wohnqualität zu steigern – das ist das Ziel des in diesem Jahr an den Start gegangenen Programms.

„In Würzburg kommen die Fördermittel der Verwirklichung einer Grün- und Freizeitanlage im Bereich der Neumühle zwischen Versbacher Straße und der B19 zugute“, freut sich Jörg. Ein Baustein dabei ist die Errichtung einer öffentlichen Parkouranlage für Bürger und Vereine sowie als Ergänzung des Schulsportangebots.

„Die Lindleinsmühle entwickelt sich und baut ihre Attraktivität für Familien wie für ältere Menschen aus“, so Jörg. „Grünflächen und Freizeitanlagen spielen für das soziale Miteinander und den Austausch zwischen den Generationen eine wichtige Rolle.“ Daher sei die Berücksichtigung im Programm „Zukunft Stadtgrün“ für Würzburgs kleinsten Stadtteil, der seit 2015 auch aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt wird, eine sehr gute Nachricht.


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Ausstellung im Würzburger Rathaus: Verband der Universitätsklinika Deutschlands präsentiert Patienten-Erfolgsgeschichten

Grombühl/Altstadt – Vom 4. bis 12. Juli 2017 dokumentiert eine Ausstellung im Oberen Foyer des Würzburger Rathauses beispielhafte Behandlungsleistungen der deutschen VUD-RoadshowUniversitätsmedizin. Auf lebensgroßen Fotoaufstellern erzählen 33 große und kleine Patienten ihre medizinischen Erfolgsgeschichten – darunter auch eine Herzpatientin des Uniklinikums Würzburg.

Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) hat eine Roadshow zusammengestellt, die seit März dieses Jahres durch Deutschland tourt. Vom 4. bis 12. Juli 2017 ist die Ausstellung im Oberen Foyer des Würzburger Rathauses zu sehen. Auf 33 lebensgroßen Fotoaufstellern werden die medizinischen Erfolgsgeschichten von großen und kleinen Patienten erzählt. „Diese Patientengeschichten zeichnen auf ganz individuelle Art ein Bild der Leistungen der 33 deutschen Universitätsklinika. Anhand verschiedener Themen können wir verdeutlichen, wie wichtig die Hochschulmedizin für das deutsche Gesundheitssystem ist und was ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag leisten“, erläutert der VUD-Vorsitzende Prof. Michael Albrecht. Nach seinen Angaben stehen die in der Schau portraitierten Patientinnen und Patienten gleichsam stellvertretend für Millionen Menschen in Deutschland, die ihre Gesundheit und oft auch ihr Leben den Ärztinnen und Ärzten, den Schwestern und Pflegern sowie der medizinischen Ausstattung der Uniklinika verdanken.

Auch eine Patientin aus Würzburg dabei

Unter den ausgestellten Persönlichkeiten ist auch eine Patientin des Uniklinikums Würzburg (UKW). Brigitte Meister litt an einer schweren Herzinsuffizienz. Eine Herzmuskelentzündung hatte ihr Herz stark geschwächt. Sie wurde ins Herzzentrum des UKW überwiesen. Um die Gefahr des Herzversagens zu begrenzen, verabreichte ihr das Team um Prof. Georg Ertl mehrere Medikamente dauerhaft. Zudem wurde ihr ein Defibrillator eingesetzt. Das chronische Krankheitsbild der Herzinsuffizienz erforderte eine kontinuierliche Weiterbehandlung. Dafür wurde das Programm HeartNetCare-HF entwickelt. In diesem poststationären Versorgungsmodell betreuen speziell ausgebildete Herzinsuffizienz-Schwestern Herzschwächepatienten wie Brigitte Meister. Nach einer längeren Phase mit stabilem Verlauf verschlechterte sich ihr Zustand jedoch dramatisch. Die damals 54-Jährige kam auf die Warteliste für eine Herztransplantation. Nach drei Wochen war ein passendes Spenderherz gefunden, das ihr im Jahr 2012 transplantiert wurde. Ihr Körper nahm das neue Organ sehr gut an. Heute ist Brigitte Meister – bis auf Bluthochdruck – wieder in einem guten gesundheitlichen Zustand.

Vernissage am 4. Juli 2017

Bei der Vernissage der Roadshow am Dienstag, den 4. Juli 2017 um 18:00 Uhr, wird Brigitte Meister nicht nur als Fotoaufsteller, sondern auch persönlich anwesend sein. Begleitet wird sie von Dr. Gülmisal Güder. Die Oberärztin der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Uniklinikums Würzburg war ein wichtiger Teil des behandelnden Medizinerteams der Herzpatientin. Prof. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg, wird in die Ausstellung einführen und für ein Grußwort von Seiten der Stadt Würzburg als Gastgeber der Schau wird Bürgermeister Dr. Adolf Bauer erwartet.

Ausstellung: VUD-Roadshow
Ort: Rathaus der Stadt Würzburg, Oberes Foyer
Öffnungszeiten: Mo bis Do von 08:00 bis 18:00 Uhr, Fr bis 13:30 UhrVernissage: Dienstag, 4. Juli 2017, 18:00 Uhr

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Ein Teil der bei der VUD-Roadshow zu sehenden Fotoaufsteller – hier beim Start der Wanderausstellung im Berliner Hauptbahnhof.

Bild: VUD


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Bund-Länder-Städtebauförderprogramm ‚Soziale Stadt‘: 360.000 Euro für Würzburg

Lindleinsmühle – Für städtebauliche Projekte in den Würzburger Stadtteilen Zellerau und Lindleinsmühle stehen in diesem Jahr 360.000 Euro aus dem Bund-Länder-Förderprogramm ‚Soziale Stadt‘ zur Verfügung. Das teilt der Landtagsabgeordnete Oliver Jörg mit.

jorgDie Lindleinsmühle wurde vor zwei Jahren in das Förderprogramm aufgenommen. Im kleinsten Stadtteil Würzburgs leben viele ältere Menschen, zugleich sind hier, gemessen am gesamtstädtischen Schnitt, deutlich mehr Familien zuhause. „Ziel der städtebaulichen Maßnahmen ist unter anderem, den Austausch zwischen den Generationen zu stärken“, erläutert Jörg. Das Handlungskonzept für die Lindleinsmühle schlägt daher auch eine Stärkung der Stadtteilmitte als Ort der Begegnung sowie die gestalterische Aufwertung des Wohnumfelds vor.

Die Zellerau befindet sich bereits seit 2007 im Städtebauprogramm. Zahlreiche Maßnahmen wie das Zellerauer Marktplätzle, die Umgestaltung der Weißenburgstraße oder die Eröffnung des Jugendzentrums konnten bereits umgesetzt werden. Jörg freut sich, dass mit den in diesem Jahr bewilligten Mitteln auch weiter an der Sanierung und Umgestaltung der historischen Parkanlage Bürgerbräu gearbeitet werden könne.

2017 umfasst das Städtebauförderprogramm ‚Soziale Stadt‘ in Bayern insgesamt rund 46,7 Millionen Euro. Zusammen mit den kommunalen Eigenanteilen stehen rund 72,2 Millionen Euro für Erneuerungsmaßnahmen zur Verfügung.