Stadtteilmagazin für den Würzburger Nordosten


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Bis 2021: Stück für Stück wird aus der Nürnberger Straße eine Allee

Lengfeld – Die Nürnberger Straße ist eine der am stärksten frequentierten Strecken Würzburgs und eine wichtige Einfallstraße. Ihre Erneuerung ist ein umfangreiches Projekt, das dem Teilstück zwischen Ohm- und Matthias-Thoma-Straße nicht nur neue 1217 Nürnberger Straße -1 (3)Leitungen, Stützmauer, Asphalt- und Pflasterflächen beschert. Mit der Neugliederung des Straßenraums in Fahrbahn, Grünstreifen mit 52 neuen Bäumen, Fahrrad und Gehweg wird die Situation für alle Verkehrsteilnehmer verbessert und nicht zuletzt ein Aspekt des Radverkehrskonzepts umgesetzt.

Nach der Erstellung von Planungskonzepten und Bürgerinformationen begann die Erneuerung im März mit der Herstellung neuer Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen. Nun verläuft die Nürnberger Straße nicht einfach nur auf ebener Fläche, sondern wird an der südlichen Seite begrenzt von einer Häuserzeile entlang der höher gelegenen Bahnlinie – was die Neugliederung der Straße schwieriger machte. „Grundstücksverhandlungen mit den etwa 30 Anliegern fanden in 2018 statt“, erklärt Tiefbau-Chef Jörg Roth. Mit dem Ergebnis des Grunderwerbs durch die Stadt Würzburg, um die Häuser mit einer Mauer abzustützen. Für diese werden aktuell 92 Bohrpfähle auf einer Länge von 250 Metern in zehn Meter Tiefe getrieben, Anwohnerstellplätze werden auf der Mauer eingerichtet und die Strecke begrünt. Die Stützmauer selbst wird mit Muschelkalk verkleidet werden.

Im Raum der Nürnberger Straße selbst entstehen ein neuer Radweg, Parkbuchten, Fußgängerweg und eine barrierefreie Bushaltestelle. Gebaut werden etwa 11.000 m² Asphalt- und Pflasterflächen, dies entspricht der Größe von etwa zwei Fußballfeldern. „Außerdem bauen wir die Baumstandorte aus und erhöhen die Gesamtanzahl der Bäume signifikant“, erklärt Stadtbaurat Benjamin Schneider. 52 neue Bäume auf 690 Metern Straßenlänge werden der Nürnberger Straße nicht nur ein Facelift verpassen, sondern sie in eine beidseitige Allee verwandeln.

Wegen der Sanierungsarbeiten wird die Strecke stadtauswärts zwischen Matthias-Thoma- und Ohmstraße weiterhin als Einbahnstraße geführt. Stadteinwärts wird der Verkehr über Rosenmühlweg und Matthias-Thoma-Straße umgeleitet. Ab März 2020 wird mit dem Straßenbau begonnen, die Arbeiten werden bis Ende 2021 dauern.

BU: Stadtbaurat Benjamin Schneider (re.) und Tiefbau-Chef Jörg Roth überprüfen Pläne und Bauarbeiten in der Nürnberger Straße. Foto: Claudia Lother


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Start für eine neue Radwegverbindung

Lengfeld/Versbach – Während sich im Hintergrund der Berufsverkehr über die BundeRadachse 3-1sstraße 19 wälzte, wurde an der Pleichach ein neuer Baustein für die Mobilitätswende in Würzburg umgesetzt: Mit dem Spatenstich für die neue Pleichachquerung am Aumühlweg wurden die Arbeiten an der Radachse 3a begonnen.
Im Frühjahr 2018 wurde die Radachse provisorisch zwischen Greinbergknoten und Neumühle eingerichtet und getestet. Nun folgt die endgültige Umsetzung. Dabei wird der neue Zweirichtungsweg verbreitert sowie die Bushaltestelle Neumühle endgültig hergestellt. Mit der neuen Brücke über die Pleichach wird die Radwegeführung verbessert, da der Radfahrer über den Aumühlweg direkt zur Nürnberger Straße fahren kann. In Richtung Versbach gibt es dann weitere Querschnittsanpassungen im Bereich des Zinklesweges. Hier finden bereits Arbeiten im Gehwegbereich statt.
„Dies ist ein weiterer Baustein in unserem Radwegekonzept und gleichzeitig ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Verkehrswende“, betont Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Denn mit der neuen Radachse nach Versbach wird die Anbindung des Stadtteils für Fahrradfahrer einfacher, sicherer und schneller.
Baureferent Benjamin Schneider, der die Planung des Weges vorstellte, bedankte sich für die Förderung: Denn für die rund eine Million Euro, die die gesamten Baumaßnahmen im Bereich der Neumühle kosten, bekommt die Stadt Würzburg über das Bayerische GVFG eine Förderung von 170.000 Euro.

Bild: Der Spatenstich am Aumühlweg. Foto: Christian Weiß


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Adventskränze aus der Schreinerwerkstatt

Versbach – Schon zum neunten Mal hat der Obst- und Gartenbauverein Versbach e.V. das gemeinsame Binden von Adventskränzen angeboten.
IMG_0010 (Berabeitet)Unter der Leitung von Susanne Pfeiffer wurden zwei Kurse, am 22.11. und am 23.11.2019, durchgeführt. Ort der Veranstaltung war auch dieses Jahr wieder die Schreinerwerkstatt Habermann in Würzburg-Versbach.
An beiden Tagen waren insgesamt 35 Personen zusammengekommen, um schöne Adventsdekorationen zu fertigen. Die zahlreichen Frauen, Männer und Kinder hatten viel Freude beim Herstellen von Tisch- und Türkränzen. Beim Ausschmücken mit bunten Bändern, Kerzen, Fliegenpilzen, Apfelscheiben und Zimtstangen konnte jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen.
Außerdem wurden die Adventskränze für die Hoffnungskirche in Versbach und für die Bekenntniskirche in Rimpar hierbei gebunden.
Richtig gemütlich war es in der Werkstatt beim Knistern des Holzes im Kaminofen, sowie bei Kaffee, Apfelsaft und reichlich Selbstgebackenem.

Veranstalter: Obst- und Gartenbauverein Versbach e.V.
Bericht und Bilder: Harald Habermann


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150 Jahre Feuerwehr Versbach

Versbach – Die Freiwillige Feuerwehr Versbach feierte in diesem Jahr das 150-jährige Bestehen. Am Ende eines großen Veranstaltungsreigens mit Jubiläumsgottesdienst, Güthlein-1Grillfest, Jubiläumsabend, einem Oktoberfest und einer Baumpflanz-Aktion stand nun noch eine kleine Zeremonie, die an Adam-Güthlein erinnerte. Auch einige Versbacher können mit diesem Namen heute nichts mehr anfangen, obwohl schon lange eine Straße seinen Namen trägt. Ein Zusatzschild schaffte nun Abhilfe: „Adam Güthlein – geboren 20.11.1845, gestorben 27.01.1901, Gründungsmitglied und 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Versbach von 1869 – 1885“. Mit diesen Informationen ausgestattet, erkennt nun jeder Passant, dass es sich hier um eine verdiente Persönlichkeit handelt, die für den Brandschutz in der – damals rund 1200 Einwohner starken Gemeinde – zentral war.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer und Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake überreichten einer Abordnung um den heutigen Kommandanten Steffen Höhnl und dem 1. Vorsitzenden Michael Stauder feierlich eine Kopie des erweiterten Schildes für das Vereinsheim. Der Leiter der Berufsfeuerwehr Harald Rehmann, Umwelt- und Kommunalreferent Wolfgang Kleiner und zahlreiche Stadträte waren bei der Enthüllung dabei. Sie erfuhren durch die Rede Schuchardts, dass „Güthlein seinerzeit weithin bekannt war für seine kernige Art und die mundartlichen Kommandos mit denen er die Floriansjünger führte“.

Damals war der Ort landwirtschaftlich geprägt. Viele Stallungen und Scheunen mit Stroh und anderen brennbaren Materialien stellten im Zusammenspiel mit der engen Bebauung eine große Gefahr dar, gegen die man sich mit einer Feuerwehr rüstete. Auch heute ist die Freiwillige Feuerwehr mit aktuell 40 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen noch immer unverzichtbar für die Sicherheit in Versbach.

Bildunterschrift
Zum Jubiläum geht der Blick auch zurück zu den Anfängen: Michael Stauder, 1. Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Versbach, Schriftführer Raphael Wirth und Kommandant Steffen Höhnl (Bildmitte von links) nehmen von Oberbürgermeister Christian Schuchardt das ergänzte Straßenschild entgegen. Nun kann jeder die Eckdaten zu Adam Güthlein vor Ort nachlesen. Bild: Georg Wagenbrenner


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Schau hin, was dein Kind im Internet macht!

Infos und Tipps für den Medienalltag von Grundschulkindern

Lengfeld – Horror-Videos auf YouTube, Kettenbriefe, die den eigenen Tod oder Unglück für FamiVortraglienangehörige ankündigen, wenn man sie nicht weiterverbreitet. Das ist genauso Realität in digitalen Medien wie die unkomplizierte Kommunikation über WhatsApp oder das Lernvideo zu Heckensträuchern.

Grundschulkinder haben, wie die Medienstudie 2018 gezeigt hat, umfassenden Zugang zu Medien und nutzen diese auch – nicht selten unreflektiert und unbeaufsichtigt. Über die Folgen, auch für das Medienverhalten als Jugendlicher, sind sich in diesem Altern die wenigsten Eltern bewusst.

Daher hat am Mittwoch, den 23.10. in der Grundschule Würzburg-Lengfeld auf Initiative des Gemeinsamen Elternbeirats der Würzburger Grund- und Mittelschulen und der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED) e.V. ein Vortrag stattgefunden, bei dem ein längst überfälliges Thema praxisbezogen, anschaulich und mit vielen konkreten Tipps interessierten Eltern vermittelt wurde. Der Vortrag wurde rege von den Eltern angenommen, die interessiert und kritisch dem Vortrag von der Medienpädagogin Sabine Schattenfroh folgten. Frau Schattenfroh führte Chancen und Risiken auf, beriet zu Bildschirmzeiten und sozialen Netzwerken, stellt den „Medienvertrag zum Vertragen“ vor. Anschließend gab es noch Zeit für individuelle Fragen. Zum Schluss war der Konsens da, dass dieses Thema unbedingt bereits in der Grundschule ankommen muss – zumindest bei den Eltern.

Foto: Simon C. Kuttenkeuler – Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED) e.V.


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Erster Bürgerworkshop für ein neues Busliniennetz in Würzburg

Rund 90 Bürgerinnen und Bürger diskutierten am vergangenen Freitag zum Teil kontrovers über Vorschläge zur Verbesserung des städtischen Busliniennetzes. Themen P1020084waren Problemschwerpunkte und zukünftige Ideen für die nördlichen Stadtteile von Würzburg, unter anderem für Versbach, Lengfeld, die Lindleinsmühle und Grombühl.

In einem rund vierstündigen Workshop mit Fachvorträgen und Gruppenarbeit im Casino der WVV waren sich Bürgerschaft, Vertreter unterschiedlicher Fraktionen und Interessensverbänden einig, dass es vielfältige Maßnahmen braucht, um mehr Menschen vom Auto in die öffentlichen Verkehrsmittel zu bringen. Die Zielsetzung laut Oberbürgermeister Christian Schuchardt ist, in den nächsten fünf Jahren einen Fahrgastzuwachs von zehn Prozent zu erreichen. Dies geht synchron mit dem Aktionsprogramm „Sauber Mobil“ für eine nachhaltige Mobilität in Würzburg, das durch Reduzierung der Luftschadstoffe die Lebensqualität in der Stadt erhöhen soll.

Nachdem das Busnetz in Würzburg über viele Jahre historisch gewachsen war und in der Vergangenheit nur in Einzelfällen an neue lokale Gegebenheiten angepasst wurde, ist jetzt der Zeitpunkt, um grundsätzlich neue Wege zu beschreiten. Mathias Schmechtig von NahverkehrsConsult aus Kassel, der den gesamten Optimierungsprozess fachlich begleitet, zeigte in seinem Impulsreferat wichtige Eckpunkte auf. Würzburg sei im Vergleich zu anderen Großstädten durch eine überdurchschnittlich hohe Nutzungsintensität des Busses geprägt, bezogen auf die Anzahl der Fahrgäste zur Einwohnerzahl. Wirtschaftliche Zwänge bei der Gestaltung des Verkehrsangebotes führten in der Vergangenheit meist zu Lösungen mit Nachteilen hinsichtlich Übersichtlichkeit und Merkbarkeit für den Fahrgast, analysierte er den Status quo.

In den Workshop-Diskussionen wurde deutlich, dass sich die Bürger vor allem mehr Takt, bessere Anbindungen und pünktliche Fahrten durch separate Busspuren wünschen. Eine mögliche Handlungsoption in Würzburg ist laut Mathias Schmechtig die Stärkung der Hauptachsen im Busnetz. Dies könnten sogenannte Premium-Linien mit einer straßenbahnnahen Qualität zum Beispiel im 15-Minuten-Takt sein, die direkter und häufiger fahren. Auch die Entflechtung des Busliniennetzes für eine erhöhte Transparenz für Fahrgäste und Neubürger sowie der Ausbau von Tangentiallinien, um das Kernnetz der Stadt zu entlasten, sind weitere wichtige Maßnahmen. Randbereiche der Stadtteile mit niedrigerer Nachfrage könnten mit Anruf-Sammel-Taxen erschlossen werden, vor allem in den Abendstunden oder am Wochenende. Diese übernehmen eine Art Zubringerfunktion zum Bus.

Insgesamt soll der Busverkehr in Würzburg besser und dichter vertaktet, übersichtlicher, direkter, verlässlicher und schneller werden. Verkehrsplaner Schmechtig zeigte erfolgreiche Beispiele aus anderen Städten. Dort gibt es eigene Busspuren, die eine erfolgversprechende Lösung sein könnten, um Busse vor dem Individualverkehr zu bevorrechtigen und vor den PKWs fahren zu lassen.

Ein erstes Fazit des erstes Bürgerworkshops zog Bernd Karl, verantwortlich für Mobilitätsdienstleistungen bei der WVV, gemeinsam mit den beteiligten Bürgern: Taktverdichtung und Busspuren sind wichtige Elemente, die aber nur durch finanzielle und politische Unterstützung weiterverfolgt werden können. Inwiefern die Vorschläge und Ideen realisiert werden können, hängt von den Ergebnissen der folgenden zwei Workshops ab, die am 18.10. und am 08.11. für weitere Stadtteile stattfinden. Anmeldungen sind hier noch möglich unter mobil@wvv.de

Die Gesamt-Ergebnisse der drei Bürger-Workshops werden am 02.12.2019 in einem zusätzlichen Stadtratsworkshops vorgestellt und zu einen Gesamtkonzept zusammengefasst. Dieses soll Anfang 2020 im Stadtrat beschlossen und im Rahmen des öffentlichen Dienstleistungsauftrags durch die Würzburger Straßenbahn GmbH möglichst zeitnah umgesetzt werden.


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Offizielle Eröffnung Familienstützpunkt Lindleinsmühle

Lindleinsmühle –  Mitten im Herzen der Lindleinsmühle, angegliedert an die Räume des
Jugendzentrums Zoom wird, gemeinsam mit zahlreichen Gästen und Familien
der Familienstützpunkt Lindleinsmühle durch Bürgermeister Dr. Adolf
Bauer und Sozialreferentin Dr. Hülya Düber, offiziell eröffnet.
Die Räume des Jugendzentrums Zoom, vor allem der barrierefreie,
großzügige, untere Bereich eignen sich für dieses neue
Unterstützungsangebot für Familien im Stadtteil Lindleinsmühle sehr
gut.

Der Familienstützpunkt richtet sich an alle jungen Eltern aus dem
Stadtteil, er ist eine Anlauf – und Kontaktstelle für junge Familien,
wenn es um die Erziehung ihrer Kinder geht.

Unterstützt und begleitet werden ratsuchende Eltern von einer
pädagogischen Fachkraft. Sie hat ein offenes Ohr für Fragen und gibt
Eltern Tipps zu den Kernfragen der Erziehung. Sie stimmt die
familienbildenden Angebote wie offene Treffs, Elternkurse und Vorträge
ganz auf die Bedürfnisse der Eltern ab und ist im Stadtteil gut
vernetzt.

Die Eröffnung findet am Montag, 7. Oktober 2019, 15.00 Uhr,
Am Jugendzentrum Zoom, Schwabenstraße 12, statt.